Lexikon

Lexikon der Kinotechnik

Fachbegriffe, Abkürzungen und Zusammenhänge aus der digitalen und klassischen Kinotechnik – kurz erklärt.

5.1 und 7.1

Kanalbasierte Tonformate: links, Mitte und rechts hinter der Bildwand, Surround-Kanäle im Saal (5.1: zwei, 7.1: vier Surround-Zonen) und ein Kanal für tiefe Frequenzen (LFE).

Mehr dazu: Tonsysteme

16, 35 und 70 mm

Filmformate der analogen Kinotechnik, benannt nach der Breite des Filmstreifens. 35 mm war über Jahrzehnte das Standardformat im Kino, 70 mm wird für besonders große Bilder eingesetzt, 16 mm vor allem in kleineren Spielstätten und Archiven.

Mehr dazu: Klassische Filmtechnik

DCI (Digital Cinema Initiatives)

Zusammenschluss großer US-Filmstudios, der die technischen Anforderungen an die digitale Kinoprojektion festgelegt hat – unter anderem Auflösung, Farbraum, Verschlüsselung und Sicherheit. Geräte, die diese Vorgaben erfüllen, werden als DCI-konform bezeichnet.

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion, Mobile Projektionssysteme, Vermietung von Projektoren und Servern

DCP (Digital Cinema Package)

Standardisiertes Dateipaket, in dem Kinofilme ausgeliefert werden. Ein DCP enthält Bild, Ton und Untertitel als separate Dateien sowie Informationen zur Wiedergabe; die Inhalte sind in der Regel verschlüsselt.

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion, Open-Air-Kino, Mobile Projektionssysteme

Dolby Atmos

Immersives Tonformat, das neben festen Kanälen Audio-Objekte nutzt. Der Prozessor berechnet für jedes Objekt, über welche Lautsprecher es wiedergegeben wird – einschließlich Lautsprechern an der Decke.

Mehr dazu: Tonsysteme

Flat und Scope

Die beiden gängigen Kinobildformate: Flat mit einem Seitenverhältnis von 1,85:1, Scope mit 2,39:1. Kaschierungen passen die sichtbare Bildwandfläche an das jeweilige Format an.

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion, Kinoleinwände & Kaschierung

Gain

Kennwert für das Reflexionsverhalten einer Bildwand im Vergleich zu einer ideal mattweißen Referenzfläche (Gain 1,0). Bildwände mit höherem Gain wirken in Blickrichtung heller, verlieren aber zu den Seiten hin an Helligkeit.

Mehr dazu: Kinoleinwände & Kaschierung, AIRSCREEN und weitere Leinwandsysteme

IMB (Integrated Media Block)

Sicherheitskomponente, die verschlüsselte Filmdaten entschlüsselt, dekodiert und an den Projektor ausgibt. Bei aktuellen Systemen ist der IMB meist im Projektor eingebaut.

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion

IMS (Integrated Media Server)

Kombination aus Speicher, Abspielsoftware und IMB, die direkt im Projektor sitzt. Ein separater Kinoserver ist dann nicht mehr nötig.

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion

Kaschierung

Bewegliche, meist schwarze Abdeckung an den Rändern der Bildwand, die das Bild je nach Format sauber begrenzt und den Kontrasteindruck verbessert.

Mehr dazu: Kinoleinwände & Kaschierung

KDM (Key Delivery Message)

Digitaler Schlüssel, der ein verschlüsseltes DCP für ein bestimmtes Wiedergabesystem und einen festgelegten Zeitraum freischaltet. Ohne gültige KDM lässt sich der Film nicht abspielen.

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion, Fernwartung und Monitoring, Open-Air-Kino

Kinoautomation

Steuerung von Saallicht, Kaschierung, Vorhang, Tonformat und weiteren Geräten anhand von Befehlen in der Abspielliste des Kinoservers.

Mehr dazu: Kinoautomation & Steuerung

Laser- und Xenon-Lichtquelle

Xenon-Projektoren nutzen Gasentladungslampen, die regelmäßig getauscht werden müssen. Laser-Projektoren erzeugen das Licht mit Laserdioden – entweder mit Phosphorkonversion (Laser-Phosphor) oder mit roten, grünen und blauen Lasern (RGB-Laser) – und erreichen lange Laufzeiten ohne Lampenwechsel.

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion

Leuchtdichte

Maß für die Helligkeit der Bildwand aus Sicht des Publikums, angegeben in Candela pro Quadratmeter (cd/m²) oder Foot-Lambert (fL). Für die digitale 2D-Projektion beträgt der Referenzwert 48 cd/m² (14 fL).

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion, Wartung, Messung und Kalibrierung

Lichtton

Verfahren, bei dem die Tonspur optisch auf dem Filmstreifen aufgezeichnet ist und im Projektor von einem Lichttonabtaster gelesen wird.

Mehr dazu: Klassische Filmtechnik

SPL (Show Playlist)

Abspielliste einer Vorstellung mit Werbung, Trailern, Hauptfilm und Automationsbefehlen, etwa für Saallicht oder Kaschierung.

Mehr dazu: Kinoautomation & Steuerung

TMS (Theatre Management System)

Software zur zentralen Verwaltung mehrerer Säle: Verteilung der Inhalte, Planung der Vorstellungen, Erstellung von Abspiellisten und Überwachung der Schlüssel.

Mehr dazu: Digitale Kinoprojektion, Kinoautomation & Steuerung, Fernwartung und Monitoring

UKW-Sender (FM-Transmitter)

Sender, der den Filmton auf einer UKW-Frequenz ausstrahlt, etwa im Autokino. Der Betrieb erfordert in Deutschland eine Frequenzzuteilung durch die Bundesnetzagentur.

Mehr dazu: Autokino, Vermietung von Tonsystemen und FM-Transmittern

X-Kurve

Genormte Wiedergabekurve für Kinosäle (ISO 2969 / SMPTE ST 202). Sie legt fest, wie der Frequenzgang einer Kino-Tonanlage im Saal einzumessen ist, damit Filme in jedem Kino vergleichbar klingen.

Mehr dazu: Tonsysteme, Wartung, Messung und Kalibrierung

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